Home
Etwas über mich
Meine Hobbies
Aus der Schule
Mein Gästebuch

 

 

                    Der Flughund

Name: Flughund
Kennzeichen : Kann selbständig fliegen, hat auf seinem braun bis schwarzen Fell oft ein Kringel
Lebensraum : Afrika , Südasien und Australien
Grund der Ausrottung : Er wurde gejagt weil ganze Schwärme oft Obstplantagen verwüsteten. Doch das Schlimmste für den Flughund war, dass ihr Lebensraum zerstört wurde
Maßnahme zum Schutz : Es wurden Parks zum Schutz der Flughunde gebaut .
   
Der Flughund ist das größte Säugetier, das selbständig fliegen kann.
Seine Flügel bestehen aus einer dünnen Muskelschicht und stabilen Fasern, die von Haut umgeben sind.
Die Haut spannt sich zwischen den langen und dünnen
Flügelknochen, die sehr den Knochen einer menschlichen Hand ähneln. Ein Flughund kann bis zu 2 Meter Spannweite der Flügel erreichen.
Viele Flughunde haben an ihrem Hals auf dem Fell einen weißen Ring, sonst ist ihr Körper braun bis schwarz.

Zoologische Einordnung:

( Chiroptera), eine Ordnung des Tierreiches, die in 2 Unterordnungen
aufgeteilt ist. Megachiroptera oder Großfledermäuse und Microchiroptera
oder Kleinfledermäuse.

Diese Namen sind jedoch nicht ganz zutreffend, da es bei den
Kleinfledermäusen Tiere mit einer Flügelspannweite von 25-90 cm
gibt und bei den Großfledermäusen mit einer Spannweite von 25-150cm.

Ein wichtiger Unterschied zwischen den beiden Unterordnungen ist,
dass die Großfledermäuse große, gut entwickelte Augen und sowohl
auf dem Daumen als auch auf dem zweiten Finger eine Kralle haben.
Wegen ihrer glatteren Gesichter mit der hundeartigen Schnauze werden
sie Flug- oder Flederhunde genannt.

Da sich die Großfledermäuse hauptsächlich von Früchten ernähren,
werden sie auch Fruchtfressende Fledermäuse genannt.
Die Kleinfledermäuse werden als Insektenfressende Fledermäuse
bezeichnet, obwohl ihre Nahrung durchaus nicht immer aus Insekten besteht.

Lebenszyklus
 
Die Tragzeiten der Fledertiere sind relativ lang und betragen je nach
Art zwischen 44 Tagen und acht Monaten. Nur wenige Arten bringen
mehr als ein Junges zur Welt.
Der Fortpflanzungszyklus der meisten Arten entspricht dem für Säugetiere
üblichen Muster, doch gibt es Ausnahmen.
In dieser Hinsicht äußerst interessant sind Arten in den gemäßigten Zonen, die Winterschlaf halten. Die Begattung findet zumeist vor dem Winterschlaf statt, und der Samen verbleibt während dieser Zeit in der Gebärmutter des Weibchens. Die Befruchtung erfolgt bei Freisetzung der Eizelle aus dem Eierstock, nachdem die Fledermaus im Frühling erwacht ist. Eine Variante dieses Fortpflanzungsmusters wurde bei der europäischen Langflügelfledermaus beobachtet.
Hier erfolgen Eisprung, Begattung und frühe Entwicklung des Embryosin ganz normaler Abfolge vor dem Winterschlaf. Doch dann ruht die weitere Entwicklung des Embryos bis zum Frühjahr.
 
Die Fortpflanzungsrate von Fledertieren ist für Säugetiere ihrer Größe
bemerkenswert gering; als Ausgleich können sie sehr alt werden. Einige
größere Arten von Flughunden und die amselgroßen Vampirfledermäuse
haben in zoologischen Gärten über 20 Jahre gelebt. Unter verschiedenen
Fledermausarten, die beringt und wieder freigelassen wurden, hat man
viele nach Jahren wieder eingefangen. Den Rekord hält eine Fledermaus,
die man 31 Jahre, nachdem sie in Neuengland (USA) erstmals markiert
wurde, wieder fing. Dies sind allerdings Extremwerte, im Durchschnitt werden Fledertiere nur wenige Jahre alt.

Da Insekten fressende Fledermäuse gemäßigter Breiten im Winter keine
Nahrung finden würden, fressen sie sich ab dem Spätsommer Fettvorräte an
und halten Winterschlaf.
Zur Überwinterung ziehen sich Fledermäuse im Herbst u. a. in Felshöhlen,
alte Bergwerksstollen, Kellergewölbe oder Baumhöhlen zurück.
Ihre Körpertemperatur kann jetzt bis nahe an den Gefrierpunkt absinken.

Fledermäuse sind in diesem Zustand nur noch zu langsamen, reflektorischen Bewegungen in der Lage. Winterschlafende Fledermäuse dürfen nicht gestört werden, da sie beim Aufwachen Energie verbrauchen und dabei ihre Vorräte an Körperfett abbauen müssen. Auch im Sommer begeben sich Fledermäuse – vor allem tagsüber – bei kühler Umgebungstemperatur in einen Zustand, der dem Winterschlaf ähnelt, man nennt dies Tagesschlaflethargie

Ökologie

Insekten fressende Fledermäuse werden vom Menschen im allgemeinen als nützliche Tiere angesehen, und viele Arten spielen eine bedeutende Rolle
bei der Pflanzenbestäubung und der Verbreitung von Samen.
Aufgrund ihrer Größe können manche Früchte fressenden Fledertiere
südlicher Breiten in Obstplantagen Schäden anrichten.
Ein weiteres Problem ist die Übertragung von Krankheiten, vor allem
Tollwut, durch Fledermäuse auf Haustiere.
Diese Gefahr besteht insbesondere in den amerikanischen Tropen, wo
einzelne Tollwutfälle unter Rindern, die durch Bisse infizierter
Vampirfledermäuse verursacht wurden, manche Herden dezimierten.
Die Infektionsgefahr ist bei anderen Fledermausarten gering.
In Mitteleuropa ist kein Fall bekannt, in dem ein Mensch oder ein
Haustier durch den Biss einer tollwutkranken Fledermaus infiziert
worden wäre. Dennoch sollte man insbesondere größere Fledermäuse,
die sich beispielsweise in ein Zimmer verflogen haben,nur mit Handschuhen ergreifen

Viele Fledertiere reagieren empfindlich auf Pflanzenschutzmittel (Insektizide)
wie DDT und andere halogenierte Verbindungen, deren Konzentrationen
sich in der Nahrungskette erhöhen.
Derartige Umweltgifte haben wahrscheinlich erheblich zum Rückgang von Fledertieren beigetragen. Weitere Ursachen für den Bestandsrückgang von Fledertieren sind die Zerstörung von Naturlandschaften und der Mangel an Quartieren.
So gibt es in unseren Forsten nur noch wenige Altbaumbestände,
die Fledermäusen Quartier bieten könnten, und die moderne Bauweise
ermöglicht Fledermäusen oftmals keinen Zugang zu Dachböden.
Deshalb mussten alle einheimischen Fledermausarten in die
Roten Listen bedrohter Arten aufgenommen werden.